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Anpassung der Steuerung auf LGB-Bahnen

Einige Leseranfragen bezogen sich auf die Frage, wie man die Schaltung für LGB-Bahnen anpassen kann. Die dafür notwendigen Änderungen können Sie der nachfolgenden Beschreibung entnehmen:

Steuergerät:

  • Der verwendete Transformator müsste eine Sekundärspannung von 30 Veff zur Verfügung stellen.

  • Als Brückengleichrichter muss einer vom Typ B80C3700 (für 3,7 A) oder B80C5000 (für 5 A) eingesetzt werden.

  • Als Ladeelko C1 muss ein Typ 10000µF/63 V verwendet werden.

  • Wichtig ist die ausreichende Kühlung des Transistors T7. Hier muss eine ausreichend große Kühlfläche vorgesehen werden.

  • Für C3 müsste ein Elko 0,33µF/63V verwendet werden.

  • Für alle eingesetzten Halbleiter würden die zulässigen Spannungen UBE0 und UCE0 nicht überschritten.

  • Ob der Regelbereich der Spannungsstabilisierung (P1-Regler) ausreicht, müsste überprüft werden, eigentlich sollte das überschlagsmäßig der Fall sein.

  • Die Stromstärken für die LEDs bleiben in einem vertretbaren Wert, die entsprechenden Vorwiderstände müssen also nicht angepasst werden.

  • Der Impulsteil würde nach wie vor mit konstant 8V versorgt, innerhalb der Impulsstufe muss also nichts umdimensioniert werden,  Der Festspannungsregler IC1 verkraftet aber die hohe Eingangsspannung nicht, das IC muss daher durch eine Kombination aus einer Zenerdiode und dem Darlington-Transistor BD677 ersetzt werden:

Ersatzschaltbild für µA7808: BD677 + Zenerdiode

Lokdecoder:

  • Der eingesetzte Gleichrichter im Decoder (bei den Versionen 1 und 2 vier Dioden) muss bis zu einer Stromstärke von 1 A pro Lok nicht angepasst werden. Für höhere Stromaufnahmen sind diese aber der Stromstärke anzupassen (z.B. bis 3 A/50 V: 1N4139). Bei den SMD-Versionen weist der in der Bestückungsliste ausgewiesene Typ DF005 die nötige Spannungsfestigkeit auf, ist aber nur bis zu 1 A belastbar.

  • In jedem Falle ist die Zenerdiode D1 hinsichtlich ihrer Durchbruchspannung anzupassen. Wird die Gleis-Spannung auf 24 V eingestellt (P1, Steuergerät), muss D1 eine 25V-Zenerdiode sein (das gilt für alle Decoder-Versionen).

  • Für den Widerstand R1 (Zenerstrombegrenzung) sollte der Wert auf 1,2 k heraufgesetzt werden.

  • Zu überprüfen ist die Stromaufnahme der Lok-Motoren im Voll-Lastbereich (mir liegen für LGB-Motoren leider keine Messwerte vor). Die Darlingtontransistoren der Brückenschaltung (T3/T4 und T6/T7) müssen für diesen Strom ausgelegt sein. Die Transistoren in den Decodern nach den Versionen 1, 2, 3 und 4 (BD677 und BD678) sollten mit 4 A Spitzenstrom hinreichend dimensioniert sein. Die entsprechenden SMD-Transistoren ab Decoder 4a sind allerdings nur für 1,5 A ausgelegt, Ersatztypen s.o.

  • Da die Impulsauswerteschaltung im Decoder mit einer stabilisierten Spannung von 5 V betrieben wird, sind hier keine Anpassungen nötig.

  • Zur Verwendung der neuen Lok-Decoders V.5 und V.6 siehe Hinweis dort.


© Bernd Raschdorf